Schüler wurden für bewussten Umgang mit Rohstoffen sensibilisiert

 Idar-Oberstein. Interessiert und tief beeindruckt zeigten sich die Schüler der Ida-Purper-Schule Plus von der Multivisionsschau „REdUSE“, die im Vollmersbachtal insgesamt 320 Kinder und Jugendliche zum sorgsameren Umgang mit den Ressourcen der Erde animiert hat. Seit Jahren ist der Verein „Die Multivision“ als einer der größten deutschen Akteure der Nachhaltigkeitsbildung in schulischen Veranstaltungen aktiv. Projektziele sind Ressourcenbewusstsein und Sensibilisierung für einen nachhaltigen Lebensstil.

 Die große Schülerzusammenkunft beruht auf einer Initiative des Kollegiums und stand unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Matthias Schneider. In seiner Vertretung verwies Michael Suska, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) des Landkreises Birkenfeld auf den sogenannten Welterschöpfungstag, der 1970 noch auf den 29. Dezember fiel und 2018 bereits am 1. August war: „Für den deutschen Lebensstil bräuchten wir drei Erden.“ Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Rohstoffen, die Abfallvermeidung und die Wiederwendung verbrauchter Materialien seien elementar für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und gehöre zu den Grundsatzzielen des AWB, der als Einrichtung des Landkreises zusammen mit der Kreissparkasse die Veranstaltung unterstützte. Eine wichtige Funktion übernimmt dabei neben einer möglichst sortenreinen Abfallsammlung auch der zentrale Wertstoffhof bei Reichenbach. Auch die Nähe zum Nationalpark, der für Biodiversität steht, sowie zum Umwelt-Campus, der grünsten Hochschule Deutschlands, spreche dafür, vorbildlich, nachhaltig und zukunftweisend zu handeln.

 Wie der gezeigte Film verdeutlichte, gehen viele Erze, Mineralien und seltene Erden zur Neige. So reichen die Kupfervorkommen noch für knapp 30 Jahre und die Silberressourcen lediglich für etwa 10 Jahre, sofern es kein radikales Umdenken gibt. Aber auch mit nachwachsenden Rohstoffen treiben die Menschen Raubbau, etwa mit dem unter anderem zur Papierherstellung eingesetzten Holz. Daher wird es in Fachkreisen als sinnvoll erachtet, Recyclingpapier zu verwenden. Ein weiteres markantes Beispiel sind Handys: Zahlreiche Kinder räumten ein, noch über mehrere zu verfügen, statt die ausgedienten Geräte dem Recycling zuzuführen. Ein Schüler erklärte sich bereit, sich um eine Handysammelbox für die Schule zu kümmern. Ferner regt die unterhaltsame und aufrüttelnde Multivisionsschau dazu an, beim Einkaufen möglichst auf Verpackungen und damit auf Plastik zu verzichten, zu reparieren, zu tauschen  und weniger zu konsumieren.

 Nach den Worten von Rektorin Simone Busch legt die Schule ganz im Sinne ihrer Namenspatronin Ida Purper großen Wert darauf, Engagement für die Gesellschaft sowie für Natur und Umwelt zu leben – nicht zuletzt mit Blick auf den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Dann können die Schüler zu Botschaftern für Familie, Freunde und ihr weiteres Umfeld werden.